
Mein Mann heißt genau: Markus Jürgen Weißer und wurde im Jahr 1968 geboren. Als jüngster von drei Geschwistern, Schwester Helma und Bruder Dietmar, war er immer gut umsorgt. So einige Anekdoten wusste seine Mutter aus seiner Kindheit zu erzählen. Mein Mann ist ein sehr ruhiger, eher introvertierter Mensch, der sehr vieles mit sich selber ausmacht.
Seine Eltern verlor er innerhalb von zwei Jahren. Seine Mutter verstarb sehr tragisch im April 2004, sein Vater starb im Mai 2006 an einer plötzlichen Hirnblutung. Seither ist er mit dem Hof auf sich gestellt, was er super meistert. Seine ersten Zuchterfolge hat er auch schon zu vermelden. Sein noch einzig lebendes Huhn brütete zwei junge Hühner aus und unsere Kuh Resi (welche der Liebling seiner Mutter war) gebar am 06.08.2006 ein kleines Kuhkalb welches wir Franziska tauften. Auch unsere Hunde lieben ihr Herrchen über alles - soweit er auch Zeit hat, verbringt er gerne mit viel Spass die Zeit mit seinen “Hundchen”.
Für seine kleine Kuhherde hat er den Stall zu einem Freilaufstall umgebaut, damit die Kühe auch im Winter Bewegung haben. Auch bekommen unsere Kühe abends immer ihr “Leckerli”. Ich habe es eingeführt, mein Mann führt es fort und gibt ihnen täglich ihre Karotten und trockenes Brot, was für die Damen eine Delikatesse zu sein scheint.
Mein Mann Markus ist aber im Hauptberuf Kfz-Meister in einem großen Autohaus in der Nähe von Rottweil. Hier arbeitet er als Kundenberater und ich kann mit Stolz sagen, dass er bei Kollegen und Kundschaft sehr beliebt ist.
Was er macht, macht er richtig - halbe Sachen gibt es bei meinem Mann nicht. So kann es aber auch passieren, dass er so manches dann auch ganz liegen lässt - so nach dem Motto: was lange liegt, erledigt sich von selbst. Aber welche Frau kann das nicht erzählen, die einen Handwerker als Mann hat.
Mit viel Fleiß und handwerklichem Geschick hat er auch unseren alten Hof fast alleine renoviert. Jetzt fehlt noch das Gästebad mit Waschküche, welches eine längere Aktion geworden ist, ebenso ist unser Flur noch eine halbe Baustelle. Aber wem geht nicht mal die Luft aus? Die kommt dann schon wieder. Und dann kommt natürlich noch unser Gartenzimmer dran, wo sich doch langsam der Fußboden durchbiegt, da das Zimmer schon mindestens seine 100 Jahre auf dem Buckel hat und ein Holzfußboden hier alles trägt.
Alles in allem, mein Mann Markus ist ein sehr fleißiger Mensch, der Tiere liebt und auch sein Hobby zum Beruf machte.



Und dann möchte ich nicht vergessen: Er hat ja auch noch mich. Am 22. Juni 2001 haben wir hier in St.Georgen geheiratet. Die Standesbeamtin meinte, ein so klares Jawort hat sie noch nie gehört. Es war eine sehr aussergewöhnlich Hochzeit, aber sie bleibt in unserem Gedächtnis. Gekannt haben wir uns davor erst knapp eineinhalb Jahre - aber wir waren und sind uns heute noch sicher, dass es der richtige Weg ist. Es rumst zwar ab und zu mal und die Gewitterwolken bleiben über unserem Haus stehen - doch wenn die Wolken sich verzogen haben, dann scheint die Sonne wieder in voller Schönheit. Aber so ist das halt wenn zwei verschiedene Charaktere, und somit zwei Wetterfronten, aufeinander treffen.


